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Stahlgaragen Kauf, härter als Stahl

Die Garagensuche beginnt. (Aug.2015 – Ende Nov.2015)

Der etwas „unausgegorene“ Bebauungsplan unseres Baugebietes zwang uns dazu einen nutzlosen Grundstücksstreifen neben unserer Garage stehen zu lassen. Durch die dadurch verursachten Platzprobleme begaben wir uns auf die Suche nach einer eher dünnwandigen Großraumgarage. Sollten sich doch 2 PKW die 510 cm Breite im Winter teilen und von einem extensiv Begrünten Dach vor Regen und Schnee geschützt ihre Nächte verbringen.

Bei unserer Suche stießen wir auf Stahlgaragen, Wandstärken von 5 cm und individuelle Schnitte verhießen die Lösung für unsere Probleme. Unsere Garage sollte das Aussehen einer Massivgarage erhalten. Die Recherche im Internet führte uns zu einem – wie wir heute wissen, einem von vielen – Garagen-Makler. Der Herr der Fa. Omi… sagen wir Hr. K. beriet uns augenscheinlich kompetent und gab uns drei Angebote von Stahlgaragenherstellern. Wir entschieden uns für die vermeintlich beste Qualität der Fa. Gewa.

Da wir einige Sonderwünsche hatten und unser Auftragnehmer scheinbar nie mehr als einen Punkt einer Mail beachten konnte, zog sich die Auftragsbestätigung und Plangestaltung etwas in die Länge bis endgültig alle Punkte berücksichtigt wurden. Anfangs ging die Kommunikation flüssig über unseren Makler Hrn. K. und später direkt mit der Firma Gewa, da Hr. K. sich nicht oder nur nach mehreren Versuchen meldete.

Die Firma schickte uns ein Angebot mit Plänen für das Garagenfundament, welches wir auch entsprechend anfertigen ließen. Wir informierten Gewa parallel dazu die Garage fertigen zu können und baten um einen Liefertermin.

Die Probleme nahmen ihren Lauf.

Uns wurde nach mehreren Anfragen, ein ca. 2 Monate in der Zukunft liegender Terminblock genannt. Innerhalb dieser Woche solle die Garage geliefert und installiert werden. Es gäbe derzeit Produktionsprobleme die auf nicht richtig fest werdenden Putz zurück zu führen sind. Daher der außerhalb der normalen Toleranz liegende Terminbereich.

Die Monate verstrichen, der Zeitraum rückte näher und der Montagetermin wurde immer noch nicht spezifiziert. Am ersten Tag des Terminblockes wurde ich nervös und telefonierte abermals der Firma Gewa hinterher, um den genauen Termin zu erhalten. Nach 2 Anläufen hatte ich einen Hrn. M. am Telefon der offensichtlich überlastet mitteilte, es gäbe immer noch Putzprobleme. Der Putz würde zwar hart werden, aber bei Nässe aufweichen und die Wände herunter laufen. Sie hätten bereits 5 dieser Garagen aufgestellt und massive Probleme. Einen Liefertermin könne er mir nicht nennen, aber es wird vermutlich nächstes Jahr werden (nochmal 2 Monate).

Da wir die Garage fest für unseren Umzug eingeplant haben um vorab Möbel unterzustellen und später auch unsere Fahrzeuge im neuen Haus, hat sich meine Laune deutlich verfinstert. Unser Vertrauen die richtige Wahl getroffen zu haben schwindet.

Ich begab mich auf die Suche nach einer kurzfristig lieferbaren Stahlgarage.

Schnell musste ich feststellen, die Hersteller warten nicht auf einen Auftrag, schwimmen vielmehr in Aufträgen. Eine Lieferung kürzer als 2 Monate ist utopisch. Ich verabschiede mich von unseren Plänen und wir arrangieren alles neu.

Die Suche nach einer qualitativ hochwertigen Garage beginnt.

Ich bemühe mich unseren Makler Hrn. K. zu erreichen, keine Reaktion. Ich begebe mich auf der Suche nach einem anderen Hersteller möglichst ohne Makler. Über das Käuferportal lasse ich mir 2 Garagen empfehlen: MC-Garagen und Exklusiv-Garagen. Ich kontaktiere beide Hersteller. Es dauert 2 Tage und ich bekomme erste Reaktionen. Die Fa. Exklusiv Garagen schickt mir ein Angebot für eine isolierte Stahlgarage. Während meines Telefonates mit Herrn H. klingelt mein Telefon, MC- Garagen ein Hr. K. meldet sich und will umgehend einen Termin vereinbaren und vorbei kommen. Wir vereinbaren einen kurzfristigen Termin.

Herr. K. von MC-Garagen nahm morgens vor Ort alle wichtigen Daten auf und gab mir auch gleich einen Preis der deutlich über dem Preis der Gewa Garage lag. Die Garage war auch isoliert. Er versprach mir einen besonders guten Preis zu machen da er Vorführgaragen in der Gegend suche und wir für ca. 6 Monate dazu dienen könnten. Er drang auf eine Unterschrift, die ich ihm aber verweigerte, da ich prinzipiell nicht sofort unterschreibe. Auch die prophezeite Aussicht den Rabatt zu verlieren beeindruckte mich nicht. Ich ließ mir noch das Muster der Garage zeigen, welches er dabei hatte. Zufällig hatte er auch eines der „Mitbewerber“ Exklusiv-Garagen dabei. Die vermeintliche Qualität überzeugte (erst mal), die des Mitbewerbers mit hauchdünnem Blech nicht. MC-Garagen hat laut Aussage von Hrn. K. 1,5mm starke Bleche.

Ich kündigte meinen Vertrag mit Gewa Garagen wegen Vertragsbruch und behielt mir Schadensersatzansprüche vor.

Über den Tag hinweg dachte ich weiter über das Gespräch mit MC nach und entschied mich die Garage zu kaufen. Die Bemusterung eines ganzen Hauses hat die letzten Monate meine Nerven belastet und auch diese Baustelle sollte endlich geschlossen werden. Der freundliche Herr K. kam nochmal vorbei und nahm alle Daten auf. Ich unterschrieb.

Noch am selben Abend rief Hr. H. von Exklusiv-Garagen an und ich sagte ihm gleich ich hätte bereits unterschrieben. In dem ca. 30 Minütigen Gespräch erfuhr ich allerlei über die gebaren der Branche seinen Weltschmerz auch über die Kunden und die Drückermethoden der Kollegen. Auch wurde mir mitgeteilt, dass all diese Firmen auf einen adeligen Polen zurückgehen und die Söhne irgendwie mit drin hängen und unter eigenem Namen dieselben Garagen verkaufen würden. Insgesamt war das Gespräch mit Vorsicht zu genießen aber auch erhellend. Polnische Garagen kann man anscheinend in Deutschland nur über deutsche Deckfirmen verkaufen.

Misstrauisch geworden rief ich bei MC-Garagen direkt an und erkundigte mich nach der Blechstärke Ihrer Garagen. Man konnte mir keine Auskunft geben und gab mir eine andere Telefonnummer. Ich rief dort an. Man konnte mir erst mal keine Auskunft geben. Ich sagte: „Ihr müsst doch wissen was Ihr da herstellt und verkauft“. Die Dame am Telefon fragte angeblich in der Fertigung zurück und sagte etwas von 0.25 mm. Ich Schluckte, das war eher die Stärke des minderwertigen Musters der Mitbewerber.

Durch den Vorfall erneut gebrannt fing ich an mich über die Firmen zu informieren. Ich konnte Zusammenhänge in der Firmenstruktur ausmachen, Zahlreiche Beiträge deuten auf eine Firma im Hintergrund hin, die nach außen unter mehreren Firmennamen die möglicherweise selben Produkte vertreibt. Egal ob CLC Garagen, MC-Garagen, Exklusiv-Garagen und noch zahlreiche weitere Namen, alle scheinen neben zahlreichen Garagenmaklern zu einem undurchsichtigen Konstrukt von einem Stahlgaragenhersteller zu gehören oder diesem zuzuarbeiten.

Ich war stinksauer und kündigte umgehend meinen Vertrag mit MC-Garagen bzw. trat davon zurück. Zugleich kündigte ich an ggf. persönlich gegen den Herren vorzugehen wenn er mir Probleme bereiten würde. Falsche Angaben zur Verkaufsförderung, andere würden es Betrug nennen, sind völlig inakzeptabel. Der Hr. K. war wenig von meinem Schreiben amüsiert und versuchte sich raus zu reden, billigte mir aber die Stornierung des Vertrages zu, die ich bestätigte.

Noch am selben Tag kam eine E-Mail meines Garagen-Maklers von Omi… Hr. K. Er wurde von Gewa informiert ich hätte die Garage zurück gestellt. Ich teilte ihm mit, den Vertrag gekündigt zu haben. Dies ließ er sich schriftlich bestätigen. Wir unterhielten uns ca. 20 Minuten über die Gebaren der Firmen wie MC und Exklusiv und die Zusammenhänge die er mir auch nochmal bestätigte. Er habe persönlich gesehen, dass die Garagen aus dem selben Werk kommen würden. Eine isolierte Garage könne er mir überhaupt nicht empfehlen. Die kommen aus dem beheizten Hallenbau und würden sich ohne Heizung vollsaugen wie ein Schwamm.

Die Suche geht weiter.

Von Maklern und Scheinfirmen die Nase randvoll suche ich immer noch nach einer Garage. Die Firma Garagen-Klaus kam mir dabei seriös vor. Hr. P. war sichtlich genervt von Kunden die nur billig, billig suchen und er wolle nicht mit Mc und Konsorten konkurrieren. Er hat mein vollstes Verständnis und ich bin bereit für gute Qualität auch mehr zu bezahlen. Er ließ sich vermutlich zurecht, ziemlich negativ über die Mitbewerber aus. Die Berechnungen waren unzureichend und die Dachlast in dem ersten Angebot zu gering bemessen. Nach 2 Mailwechseln sandte er mir ein knappes Angebot das 60% über dem von Gewa lag. Gewa gehörte schon zu den teureren Angeboten. Bei 30% hätte ich vielleicht noch ja gesagt, 60% muss ich als Abwehrangebot werten. Ob die Garage den Aufpreis wert wäre werde ich nicht mehr erfahren. Mein Hausbauer hätte für den Preis die Garage gemauert und die Bodenplatte mit dazu gegossen.

Auf meiner weiteren Suche kam ich zu einer weiteren Firma die Holzständerbauweise als auch Garagen aus Stahl anbietet. Angeblich gehören die Stahlgaragen nicht zu dem Firmenkonstrukt aus Polen auch wenn sie ebenfalls aus Polen kommen würden. Nichts gegen polnische Garagen, die Hersteller haben Jahrzehnte Erfahrung im Stahlbau. Die Vorgeschichte lässt mich dennoch in Abwehrhaltung gehen. Nicht noch ein Makler des undurchsichtigen Konstruktes.

Die Holzständerbauweise erweckte aber mein Interesse und ich versuche derzeit hier das gewünschte Produkt zu erhalten. Die Technik ist vielversprechend und die Vorzüge deutlich. Eine Bestellung ist im Gange, sobald ein Ergebnis vorliegt werde ich hier berichten.

Insgesamt habe ich mit vielen verbitterten Verkäufern telefoniert und eine kaputte Branche vorgefunden. Es wird gelogen, verschleiert, geschimpft, schlecht gemacht und mit Drücker-Methoden versucht ans Ziel zu kommen. Ehrliche Verkäufer sind frustriert und Ihr Frust ist auch nicht verkaufsfördernd. Mir ist es nicht gelungen auch nur einen einzigen Stahlgaragenhersteller zu finden oder zu erkennen wer vertrauenswürdig genug wäre um mit ihm im Geschäft zu bleiben.

Diese Schilderung ist nicht annähernd vollständig noch sind alle beteiligten Kontakte und Kontaktversuche genannt. Die komplette Schilderung wäre einfach zu ermüdend und das bin ich jetzt auch – ermüdet.

Diebstahlversicherund „ad absurdum“

Für den Fall der Fälle, habe ich vor zahlreichen Jahren eine Hausratversicherung bei der oft gelobten Asstel Versicherung, einem Direktversicherer der Gothar abgeschlossen und bisher nicht benötigt.

Wie es die Bösewichte so wollen, sollte sich dies ändern. Mitten am Tage, versuchten einige – bitte entschuldigt das Wort „Vollpfosten“ – unser, an der oberen Querstange befestigtes, Fahrrad vom Schloss zu befreien. Durch verdrehen des Drahtschlosses, mit vermutlich einer Stange, wollten Sie es aufhebeln. Leider war das Schloss derart stabil, dass nur die Alustange des Fahrrads dabei massiv beschädigt wurde. Das Schloss hielt! War unsere Freude bis zu diesem Zeitpunkt noch verhalten positiv, sollte die Asstel Versicherung alles tun, damit sich dies ändert.

Fahrrad

Trotz des ausführlichen Schadensberichtes mit Aktenzeichen der Polizei wurden weitere Unterlagen eingefordert. Bilder, Kostenvoranschlag und der Polizeibericht selber.

Ich verwies die Versicherung auf die Kosten für einen Kostenvoranschlag für die Reparatur und zudem die Kosten für die Kopie des Polizeiberichtes. Ich wollte die Kosten diesbezüglich für alle Seiten niedrig halten.

Nach mehreren Wochen Bedenkzeit kam die Ablehnung der Schadensregulierung. Das Fahrrad sei ja nur beschädigt und nicht gestohlen worden. Wäre es gestohlen und wieder aufgefunden worden, wäre wohl reguliert worden, so aber nicht. Man unterstellte zudem Vandalismus und nicht den Versuch des Diebstahls.

Zum selben Zeitpunkt wurden 14 weitere Fahrräder in der Gegend gestohlen. Den Zeitungsbericht habe ich vorliegen und auch der Versicherung mitgeteilt.

Was ist nun die mögliche Schlussfolgerung aus dem Geschehen?

Verwendet möglichst nur Schlösser die den Diebstahl des Fahrrades ohne Beschädigung ermöglichen oder Ihr bleibt auf dem Schaden sitzen.

Versicherungen wie die Asstel fordern – mindestens in diesem Fall – willkürlich Unterlagen ein. Dabei ist ihnen egal ob dem ohnehin Geschädigten dadurch weitere Kosten entstehen. Eine Ablehnung mit vorgeschobener Begründung hätte auch nach der ersten Schadensmeldung und ohne die Unterlagen erfolgen können.

Ob die Asstel Versicherung hier wirklich im Recht ist, ist ungeklärt. Der Vertrag sieht durchaus auch eine Entschädigung bei Vandalismus vor. Ob sich dies auch auf den Fahrradzusatzteil erstreckt müsste geklärt werden. Alleine durch die negative Signalwirkung „schlechte Schlösser sind besser“ sehe ich die Versicherung in der Pflicht.

Einige Worte an die „Möchtegern Diebe“

Ich würde Euch zu gerne kennen lernen, nicht um Euch haftbar zu machen, nur um einmal in das Gesicht und die Augen so unenedlich blöder Menschen zu sehen. Ein neues Fahrrad bei einem Diebstahlversuch zu ruinieren ist eine wirklich grandiose Leistung, ihr müsst stolz auf Euch sein.

Hilfe ich bin ein Terrorist!

Sich selbst eines höheren berufend, oft getrieben von niedrigen Instinkten, bringen Sie Unheil über ganze Völker. Sie schüren Furcht, schränken uns ein, bringen Leid über Familien und sind stets bemüht Aufmerksamkeit zu erhaschen. Unfähig dem Volke zu dienen erbrüten Sie Pläne die Interessen derer zu wahren, denen Sie Ihr Gewissen verkauft haben. Die schlimmsten Taten tätigend, fühlen Sie sich weder schuldig noch verantwortlich.

Politiker, „unsere“ vom Volk gewählte Attentäter. Längst haben Sie die Rolle mit den Elementen getauscht vor denen Sie uns lauthals schützen wollen. Bereitwillig verschleudern Sie unsere Freiheit für das Mäntelchen einer Sicherheit die Sie niemals gewährleisten können oder auch wollen.

Rückgrad ist etwas für aufrichtige Menschen, nichts für bücklings – am Speichel der Industrie leckende Volksvertreter. Genießen sie doch das schleimige Gefühl umgarnt zu werden und vermeindlich wichtig zu sein. Gut dotierte Vorträge und andere Bestechlichkeiten lassen sie vergessen wem Sie verpflichtet sind. Die Position vom Volke, die Taschen voll der Angenehmlichkeiten der Lobbyorganisationen ist das Gewissen schnell entflohen.

Es sind die Volkslügner und wir – das bereitwillig geblendete Volk – die Ohnmacht erzeugen und damit die Basis für Verzweiflungstäter bereiten.

Verbaler Brechreiz

Ein „Inside Sales Account Manager“ stellt sich vor

… Gerne möchten wir Ihnen unverbindlich Ihre Konstante vor Ort vorstellen um immer einen FIRMENNAME Ansprechpartner „Face to Face“ begegnen zu können.
Wenn Sie Xing, Business Social Network nutzen, adden Sie mich einfach …

ein Schritt nur..

Ich warte. Gleich kommt er wieder. Meine Handinnenflächen werden feucht. Ich weiß nicht was ich tun soll, warum nur ist das so schwierig. Ein paar Schritte nur, ein einfaches „Ja, ich wage es“. Er kommt näher. Ich könnte auch weitergehen, den alt bekannten, beschwerlichen Weg. Ganz in Ruhe, ohne Nervenkitzel. Er bleibt vor mir stehen, meine Muskeln spannen sich. Ich höre mein Blut in den Ohren pulsieren. Ausgeknockt, keine kleinste Bewegung ist mir möglich. Er wartet, wartet nur auf mich, er bietet sich an. Nicht jetzt! Ich kann nicht. Dann ist er weg. Ich entspanne  mich und mir wird wieder warm. Mein Gott, wie kann ich mich nur so quälen, ich bräuchte nur weiter meinen  gewohnten Weg zu gehen.  Aber es kitzelt mich, etwas lockt mich und sagt “komm nur, Du wirst sehen wie einfach und leicht es ist.“ Die Sekunden verstreichen. Der Reiz ist zu groß. Er kommt wieder. Es ist doch so einfach, ich weiß ich kann es. Nur ein Knopf drücken, ich kenne den Ablauf. Ein paar Schritte, Augen zu und durch. Ich tue es. Wer bleibt wieder vor mir stehen. Ich bekomme kaum Luft und ich erkenne alles nur noch wie durch ein Tunnel. In meiner Brust wird es eng. Ich spüre den Sog als er mich einlädt. Und betrete einen neuen altbekannten Boden. Den Boden der Leichtigkeit. Ich halte mich fest und drücke seitlich meine Hüfte gegen ihn. Ich spüre einen Ruck und schließe die Augen. Gleich werde ich endloses Glück und Befreiung empfinden. Wieder ein Ruck und er entlässt mich. Unbeschreiblich ist das Gefühl. Ich gehe, nein ich schwebe vorwärts. Endlich bin ich frei und angekommen – …in der 6. Etage.

Supermarkt der Pein(lichkeit)

Als Mittvierziger schon ein wenig in die Tage gekommen, vervollständigt sich Tag für Tag ein wenig die Liste meiner Mängel.

Im Discounter der Pein fülle ich mir allmorgendlich meinen Einkaufswagen. Freundliche Sadisten preisen mir die neuesten Angebote, die ich nur allzu gerne entgegen nehme.

„Wie wäre es mit einem ziehen in den Lendenwirbeln die gelegentlich ins Bein ausstrahlen. Das wird auch gerne mit Phantomschmerzen in inneren Organen wie der Niere genommen.“ Bereitwillig nicke ich ab. „Hämorriden, Hämorriden – die schönen dicken die besonders gut die Rosette schmücken – heute besonders günstig“ – bei so einem Angebot kann ich einfach nicht nein sagen und schlage zu. Um die Symptome abzurunden wuchte ich noch eine kleine Harnwegsinfektion in den Warenkorb.

Eine hämisch grinsende Blondine beäugt meine Sammlung der Zipperlein und schwatzt mir noch schnell eine dicke Backe, die mein Äußeres abrundet. Gut gefüllt für den Tag verlasse ich die Kaufhalle um alsbald die gebührende Aufmerksamkeit für meine Errungenschaften zu ernten.

Tagelang bepackt mit meinen Einkäufen entscheide ich mich für eine ausgiebige Inspektion, investiere zahlreiche Scheinchen in Gutachten und Additive die mir mein Mechaniker im weißen Kittel gerne verordnet.

Oh Freude, ich sehe mich urplötzlich wieder inmitten meines Supermarktes und eine Dame in weißem Kittel packt mit Gummihandschuhen die ich vorher noch von hinten spürte, ein wenig Übelkeit und Schwindel in den Korb, während sie sich mit der anderen Hand noch schnell ein paar meiner Scheinchen einverleibt. Was ich über Gummihandschuhe denke wisst Ihr ja…

Wie diebisch freue ich mich, als ich beim Sex – an und für sich – feststellte, dass ich für die Ejakulation in die Blase nichts abgedrückt hatte. Da müssen die an der Kasse bei der Berechnung der Nebenwirkung gepennt haben, hahaha.

Ich erbaue mich zwischenzeitlich an der Feststellung, dass immer nur der größte Schmerz als störend empfunden wird. Der Rücken ist so entspannt wie lange nicht mehr als ich mich meiner dicken Backe zuwende. In mir reift der Gedanke die Finger in die Autotür einzuklemmen um einen von mir kontrollierten, alles übertünchenden Eindruck zu erzeugen.

Ignorieren! Als ich so über positive Emotionen nachdenke erfreute ich mich beiläufig an dem subjektivem Gefühl von zurückgehendem Zahnfleisch, einer weiteren kostenlose Dreingabe meines Machanikers – hab ich ein Glück.

Es festigt sich die Erkenntnis, eine gebrauchte Qual auf Lebenszeit erworben zu haben. Seither bin ich auf der Suche nach einer geeigneten Schublade in die ich sie stecken kann, dessen Wissen um die Existenz mich meine Altersvergesslichkeit sicher noch berauben wird.

der Dau ist tod, es lebe der Dau

Wer meint der dümmste anzunehmende User – unser geliebter Dau kann mit dem Computer nicht umgehen, wird umdenken müssen. Der Dau von heute ist gut ausgebildet, liebt seine Spielzeuge und leidet existenziell an Featureitis. Er kennt seine Gimmicks wie kein anderer und verteidigt sie bis zur Selbstaufgabe.

War es früher der Anwender der seinen Monitor nicht einschaltete und bei der Hotline über den schwarzen Bildschirm beschwerte, ist es heute der Wackeldackel oder Abnicker, man müsste schon fast Ja-Schreier sagen, der egal zu welchem Preis seinem Idol hinterher geifert und sich mit großer Freude jede Bedingung aufpressen lässt um alsbald dankbar mit dem neuesten Zuckerl belohnt zu werden.

Daus trennen sie gerne von ihren Rechten. Warum auch nicht, nur Persönlichkeiten brauchen Persönlichkeitsrechte. Papa mit dem abgefressenen Apple weiß welche Würmer gut für sein Federvieh sind und das wissen die Küken und machen Männchen.

Früher mitleidig von mir belächelt, stellen sie heute eine große Gefahr. Wie eine Armee von Lemingen treten sie ganze Autobahnen in die Landschaft um Ihren „Datomanen“ (krankhafte – Datensammler) gefällig zu sein und bereiten damit die Infrastruktur für weitere Schmarotzer die auch nur das Beste aus Ihren Küken pressen wollen.

Waren es früher Sekten und religiöse Bewegungen wie Scientology, die weglagernd versuchten uns unter ihre Kontrolle zu verführen, sind es heute „renomierte“ Firmen die mit Zuckerbrot und Peitsche ganze Daufarmen etablieren.

Bereitwillig abgesegnet von Ihren Lemingen sind zentral gespeicherte Aufenthaltsspuren etwas tolles, schaffen sie doch Fakten ohne lästige Rückfragen. Dein Aldi liegt zufällig im Gewerbegebiet neben dem neuen Bordell. Kein Problem, Deine Frau hat sicher Verständnis dafür, dass Dein Bewegungsprofil etwas ungenau über das falsche Gebäude führt. Dich wird es erfreuen, dass die hübsche Hure von 3c, Dich im Aldi auf Deinem idiotenPhone passend zu einem Schäferstündchen einlädt, wie sonst wärst Du so gut informiert.

Billiard für Anspruchsvolle

Billiardtisch in L-FormEinfallswinkel gleich Ausfallswinkel, das hat sich der Erbauer dieses Schmuckstückes wohl auch gedacht und ein paar Winkel zusätzlich eingeplant.

Gummiüberzieher

Wer jetzt an die die liebe Lümmeltüte denkt, die uns in allen Geschmacksrichtungen vor Viren, Pilzen und anderen Überraschungen schützen soll, hat weit gefehlt. Es ist Mode geworden, in Bäckereien, Metzgereien, an der Wursttheke begegnen wir Ihnen, den Gummiüberziehern. Getragen von den Verkäufern wiegen sie uns in Sicherheit.

Fäkalkeime, Grippeviren und anderes Gewürm wartet darauf von der Hand des unreinen Verkäufers auf meine Wurst zu springen. Um mir alsbald die übelsten Krankheiten anzudichten. Doch die Geheimwaffe der Verkäufer heißt Gummihandschuh. Als Keim hemmende Blockade liegt er zwischen Ihren schwitzenden Händen und meiner Wurst. Das beruhigt mich. Der Verkäufer muss nach der Toilette sein Hände nicht mehr waschen er hat ja einen Gummihandschuh, der „mich“ schützt.

Hungrig und im Supermarkt meines Vertrauens stehe ich an der Wurstheke – kein Verkäufer in Sicht. Mein Blickt schweift durch den Verkaufsraum, als mir ein Mädchen – ca. 20 Lenze, Dosen aufstapelnd ins Auge springt. Gummihandschuhe deuten darauf hin, die richtige Person erspäht zu haben. Ich schaue Ihr zu während Sie durch Gummi geschützt, staubige Essenskontainer schlichtet.

Nach ca. 1 Minute entdeckt Sie mich vor Ihrem Tresen und eilt hinter die Theke mit den Worten was es denn sein darf. Ich zeigte auf ein Stück Zwiebelmetwurst, was meinen Mittag versüßen sollte. Den Träger vor meiner Wurst schützend, bewegte sich ein, den Dreck nicht anzusehender Gummihandschuh, in Richtung meiner Wurst. 10 Zentimeter vor der Berührung schreckte er zurück und seine Trägerin schaute mich mit aufgerissenen Augen an. Vermutlich hatte Sie mein entgegen geschmetterter „Halt“-Ausruf aufschrecken lassen. Ihr Kälbchen-Blick verriet mir Ihre Ratlosigkeit.

„Eben haben Sie noch mit Ihren Gummihandschuhen die Dosen aufgestapelt und greifen jetzt mit Ihren gebrauchten Überziehern nach meinem Würstchen, das kann ich nicht zulassen“ – klärte ich Sie auf. „Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie für mich neue Überzieher benutzen würden“. Es war schön anzusehen wie Ihr Gesicht an Farbe gewann, während Sie mit einem frischen Verhüterli meine Wurst ergriff und mir recht verkniffen einpackte.

Zum Toiletten putzen eingesetzt, erfreue ich mich immer wieder an diesen Dingern. Wäre da nicht der Schweiß, der sich in kürzester Zeit im Handschuh sammelt. Den Handschuh zu wechseln scheitert an aufgeweichten Griffeln, die wie Sekundenkleber an der zweiten Haut haften. Ein überstreifen wird zur Geduldsprobe.

In mir reift der Verdacht, dass ein einmal angelegter Handschuh für alles verwendet wird, was zu schützen ist – mal die Wurst mal die Finger oder auch andersherum. Irgendwie praktisch, kein Händewaschen, keine schmutzigen Finger, kein Handschuh Wechsel …

Psychologie der Forentrolle

Ein paar der anstrengenderen Exemplare möchte ich Euch vorstellen.

Wie ein Gippevirus viele Menschen ansteckt, so kann ein faules Ei den Salat verderben. Jeder kennt diese grünlich schillernden Fliegen, die aus hunderten von schwarzen Fliegen heraus leuchten. Am Computer sitzend nenne ich sie: „Selbstdarsteller“. Stetig bemüht, gockelhaft Ihr selbst attestiertes Wissen zur Schau zu stellen, schlummert in Ihnen ein empfindliches Seelchen, dass auf die geringste Kritik mit verbalen Kotz-Attacken reagiert. Schnell haben Sie sich, durch Infragestellung ihres Wissens gekränkt, aus der Gemeinde gelöscht um wenige Tage später wieder aufzutauchen. Mit ihrem Verhalten umschiffen sie geschickt den eigenen Rauswurf.

Dann gibt es die „Schwanz“-Vergleicher, die stetig den Größeren und Besseren haben müssen. Sie beschränken sich auf die Präsentation, sind Neuerungen völlig unaufgeschlossen und erinnern gelegentlich an Spam-Versender. Alles was nicht Ihren Interessen dient ist zu schwierig, zu kompliziert, zu zeitaufwändig. Diese Gruppe hat einen hohen Demotivationsfaktor und lässt einen oft ins grübeln kommen warum man sich das antut.

Sehr beliebt sind auch die Besserwisser, die einen über freie Meinungsäußerung belehren, mit unbelegten Behauptungen und mangelndem Hintergrundwissen Stimmung machen und auch sonst recht erbärmliche Aussagen treffen. Nicht über den wenige Millimeter hohen Tellerrand schauend, werden Welt verbessernde Ratschläge erteilt, die zwingend anzunehmen sind, da sie sonst mit Kündigung drohen. Immer wieder muss ich mich fragen wie Sie auf die Idee kommen, dass sie vermisst werden könnten.